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Adorno, Theodor W. - Erich Doflein: Briefwechsel
Mit einem Rundfunkgespräch und 3 Aufsätzen Erich Dofleins. Herausgegeben und eingeleitet von Andreas Jacob. Vorwort von Marianne Kesting. Geleitwort von Dieter Schnebel.
2006.
436 S.
Gebunden
Reihe: FOLKWANG STUDIEN Band 2
ISBN: 978-3-487-13029-3 44,00 Eur
  
Zusatzinformation
Einleitung
"Wer sich ein Bild vom intellektuellen Klima des Musiklebens der 50er Jahre machen will, der wird an diesem Buch nicht vorbeikommen. Es liegt hier eine der erhellendsten und wichtigsten Veröffentlichungen zur Geschichte des Musik-Denkens im 20. Jahrhundert vor, und - man glaubt es kaum bei diesem Thema: Die Lektüre erweist sich für jeden ernsthaft an der Musik der Zeit interessierten als ausgesprochen unterhaltsam." (Jürgen May, Forum Musikbibliothek, 2006/4)

"Der Briefwechsel (…) wird nicht nur von Adorno-Kennern begrüßt werden." (Buchhändler heute 7/2007)

"Dass in diesem Band - über die exakt hundert Briefe und Postkarten hinaus - die gedanklichen Grundlagen des heutigen Musik - und Lehrverständnisses zum Ausdruck kommen, ist auch das Verdienst des Herausgebers Andreas Jacob."
(Reinhard Seiffert, Üben&Musizieren 6/06)

Der Briefwechsel zwischen Adorno und Doflein stellt ein einzigartiges Dokument zum Musikleben der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit dar; er wird in diesem Band zum ersten Mal veröffentlicht. Doflein erkannte als einer der ersten die Tragweite und Problematik von Adornos Philosophie der neuen Musik, der er mit einem konsequent pluralistischen Konzept begegnete. Die vielschichtige Diskussion, auch um die Jugendmusikbewegung, bezeichnet für die Musikpädagogik einen Wendepunkt, da Adorno programmatisch deren Orientierung am Kunstwerk einforderte. Neben dem Briefwechsel bietet die Ausgabe ein von den Protagonisten bereits zum Druck vorbereitetes Manuskript über Vereinsamung oder Historismus, das auf einem Rundfunkgespräch aus dem Jahr 1951 beruht. Drei inzwischen schwer zugängliche Arbeiten Erich Dofleins, seine Rezension der Philosophie der neuen Musik von 1949 sowie zwei Aufsätze von 1955 bzw. 1959 zur pluralistischen Konzeption seiner Musikpädagogik runden den Band ab.

The correspondence between Adorno and Doflein is a unique source on musical life in post-war West Germany; it is now published for the first time in this volume. Doflein was one of the first to realize the significance and problematic nature of Adorno’s Philosophy of Modern Music, which he confronted with a consistent, pluralistic programme. The complex dispute, also on the Jugendmusikbewegung (German youth music movement), marks a turning point in music education, as Adorno demands a music-educational approach that focuses on the work of art. Apart from the correspondence, the volume comprises a manuscript on Vereinsamung oder Historismus (Isolation or Historicism), which has been prepared for print by the protagonists and is based on a radio discussion broadcasted in 1951. Three of Erich Doflein’s writings that are hardly available, his review of the Philosophy of Modern Music from 1949, and two essays from 1955 and 1959 on his pluralistic approach to music education complete the volume.

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